kachel

Juni

„Immer noch Mensch“ - Tour

Tim Bendzko + Band

1. Juni 2017 • Do • 19.30 Uhr

(Oberhausen)

Drei Jahre nach seinem letzten Album erschien Tim Bendzkos drittes Album „Immer noch Mensch“. Erstmalig ist Tim Bendzko auf „Immer noch Mensch“ nicht nur Sänger, Texter und Musiker, sondern auch Produzent. In den Texten der 11 Titel reflektiert er über die kleinen zwischenmenschlichen Themen unserer Zeit und fasst sie in klare, einfache Worte: „Ich bin im letzten Jahr nach ca. fünf Jahren des „Unterwegsseins“ nach Hause gekommen und hatte den großen Drang endlich wieder Songs zu schreiben. Ich hab‘ „alles auf Null“ gesetzt und, als wäre in den Jahren davor nichts passiert, versucht, leere Blätter mit Musik zu füllen.“ - eventim, Bild: pinterest

König-Pilsener-ARENA
Arenastraße 1, 46047 Oberhausen
www.koenig-pilsener-arena.de

Musik ohne Grenzen

Moers Festival

2. bis 5. Juni 2017 • Fr bis Mo

(Moers)

24 Konzerte an vier Tagen in der Festivalhalle, dies erwartet die Besucher der 46. Ausgabe des moers festival. Eine Neuerung sind weitere musikalische Hauptacts in der Innenstadt.

Der neue künstlerische Leiter des moers festival Tim Isfort spürt mit seinem neuen Team dem Geist des Festivals nach. Das vorgestellte Programm ist ein Spiel mit den Extremen. Die lauten und die feinen Töne unterschiedlichster US-Legenden wie SWANS oder Anthony Braxton stehen gleichberechtigt nebeneinander. Ausnahmevirtuosen wie Eric Lewis (ELEW) teilen sich den Backstage-Bereich mit der belgischen Punkband Cocaine Piss. Yegor Zabelov (BY) spielt Akkordeon zu einem Stummfilmklassiker, die Gruppe Battle Trance (US) auf vier Tenorsaxophonen – beide finden sich in hymnisch wabernden MinimalTeppichen wieder. Superstars wie Brian Blade spielen mit der Erwartungshaltung des Publikums, junge Bands wie De Beren Gieren (BE) oder Philipp Gropper’s Philm (DE) zeigen beeindruckende künstlerische Reife. Seitenblicke nach Myanmar, Belarus oder in den Kongo schicken das Publikum auf eine akustische Entdeckungsreise, während The Bad Plus (US) mit scheinbar vertrauten Hörgewohnheiten spielen. Mit Julien Baker (US), Mette Rasmussen (DK) und Oathbreaker (BE) stellt Moers junge Trends aus ganz verschiedenen Stilrichtungen vor.

Mit Vertretern der Free Music wie Miller’s Tale (CH/ JP/ GB), Keune/ Lash/ Noble (DE/ GB) oder dem zeitgenössischen Streichquartett Quatuor Brac (FR) ist auch die Avantgarde der Improvisierten Musik einmal mehr in Moers zu hören. Der improviser in residence 2017 John-Dennis Renken hat mit TRIBE (DE/ AU) eigens für das moers festival ein neues Ensemble zusammengestellt. Ein Wiedersehen gibt es mit der ehemaligen Improviserin Carolin Pook, die mit einem Streichquartett und dem New Yorker Trio SPACEPILOT eine kosmische Zeitreise nach Moers macht.

Zu den spannendsten Momenten gehören für Isfort die Orchesterstücke von Ingrid Laubrock – „Vogelfrei“ in einer Europapremiere und „Contemporary Chaos Practices“ in einer Weltpremiere. Die „Chaos Practices“ sind eine Auftragsarbeit für das moers festival und werden mit 35-köpfigem Orchester (EOS Orchester Köln unter der Leitung von Susanne Blumenthal), Chor und hochkarätigen New Yorker Solisten in Moers einstudiert und uraufgeführt. Dieses Großprojekt wird von der Kunststiftung NRW gefördert. Mit dem Dub Trio aus Brooklyn wird der diesjährige ausgewachsene Schwerpunkt New York im Festivalprogramm abgerundet. Jan Klare, verantwortlich für die moers sessions (früher morning sessions), wirft einen Blick nach Flandern und präsentiert die lebendige, vielfältige Szene unserer Nachbarländer. Um eine derartige Fülle an unerwarteten Begegnungen, Unerhörtem und frischem Festivalgeist zu erleben, muss man also nach wie vor nach Moers kommen.

Künstlerporträts und eine Programmübersicht finden Sie unter www.moers-festival.de. Festival- und Tages-Tickets sind über die Homepage, unter 0180 - 6050400 und an vielen Vorverkaufsstellen erhältlich. - moers-festival

Die Programmübersicht 2017 finden Sie hier: Programm des Moers Festival 2017

Festivalhalle Moers
Filder Str. 140, 47447 Moers
www.moers-festival.de

Love Peace Happiness

Luft & Liebe Summer Opening

4. Juni 2017 • So • 14 Uhr

(Duisburg)

Gibt es im Leben wichtigeres als Liebe, Frieden und Glück? Weil diese drei Dinge das allerwichtigste im Leben sind, hat das Luft & Liebe Festival ihr Summer Opening unter das Motto „Love Peace Happiness“ gestellt, um den Sommerauftakt zu feiern. Es gilt das Leben - und vor allem die Liebe - zelebrieren.

Das Line-up lässt die Musikliebhaber mal wieder mit der Zunge schnalzen und lässt kein Tanzbein stillstehen: ♥ BURAK YETER ♥ DJ KOZE ♥ EXTRAWELT LIVE ♥ FAITHLESS DJ Set ♥ HEYHEY ♥ JUNGE JUNGE ♥ MISS KITTIN ♥ MOGUAI ♥ WESTBAM & AFRIKA ISLAM aka Mr. X & Mr. Y ♥ UND VIELE MEHR sorgen für die nötige Partystimmung.

Villenpark Rheinperle
Villenstr. 2, 47229 Duisburg – Logport
villa-rheinperle.de

Kindertheater auf der Naturbühne

Peter Pan

4. Juni 2017 • So • 15.30 Uhr

(Ratingen)

Peter wurde im Alter von gerade einmal sieben Tagen von dem Stadtpark vor seinem Fenster derart in den Bann gezogen, dass er einfach aus dem Kinderzimmer flog. Als er eines Tages Sehnsucht nach seiner Mutter bekommt und zu ihr zurückfliegt, findet er das Kinderzimmerfenster vergittert vor und beobachtet seine Mutter, wie sie glücklich lächelnd ein Baby im Arm hält. In der falschen Annahme, seine Mutter würde ihn bereits vergessen haben oder ihn nicht mehr lieben, beschließt Peter, nie wieder zu seiner Mutter zurückzukehren. Von nun an lebt Peter, zusammen mit, den „Verlorenen Jungs“, auf der Insel Nimmerland – einer Insel, auf der man niemals erwachsen wird.

Aber Peter Pan zieht es aus Neugier immer wieder zurück zu den Erwachsenen. Als er eines Abends durch das geöffnete Fenster ins Kinderzimmer der Familie Darling fliegt, ist es auch um Tochter Wendy geschehen. Zusammen geht es im wilden Flug in das zauberhafte Nimmerland und es beginnt für die Beiden das Abenteuer ihres Lebens. - theaterconcept

Weitere Termine: 05.06., 10.06., 11.06., 17.06., 18.06., 24.06. und 25.06.2017

Naturbühne Blauer See
Zum Blauen See 20, 40878 Ratingen.
www.theaterconcept.de

Fenster

David Schnell

bis 18. Juni 2017

(Duisburg)

David Schnell (geb. 1971, Bergisch Gladbach) lebt und arbeitet in Leipzig. Er studiert von 1995 bis 2000 Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo er anschließend bis 2002 Meisterschüler bei Arno Rink ist. 2001 erhält er das Sächsische Landesstipendium, 2013 führt ihn ein Stipendium der Villa Massimo nach Rom, 2016 das Eduard-Arnhold-Stipendium in der Wilhelm Kempff Akademie in Positano erneut nach Italien. Ab dem Jahr 2000 werden Schnells Arbeiten in zahlreichen Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Einzelausstellungen u.a. in Leipzig, Goslar und Hannover, in London, Puerto Rico und Den Haag folgen. Auch Kunstprojekte im öffentlichen Raum gehören zu seinem Werk, darunter insbesondere Kirchenfenster-gestaltungen für die Leipziger Thomaskirche (2009), die Johanneskapelle auf dem Naumburger Domfriedhof (2014) und jüngst der Gewinn des Wettbewerbs für die Fenstergestaltung in der Kölner Christuskirche.

Eine der neuen Arbeiten – Fenster – stand Pate für den Titel der Ausstellung. Sie ist charakteristisch für die Intention des Künstlers, der traditionellen Tafelmalerei eine aktuelle Sprache zu geben und den Blick für neue Welten zu öffnen, ohne die vorhandene zu leugnen. Schnells Arbeiten verorten sich dabei wie selbstverständlich zwischen der Malerei der Renaissance und der digitalen Bildwelt. Inhalte und Mittel könnten klassischer nicht sein, und doch ist das, was wir sehen, in höchstem Maße von jetzt, ja eher noch von morgen. „Schnells (Stadt-)Landschaften bewegen sich mit einem Bein im Cyberspace. Je länger man die Bilder betrachtet, desto mehr fügen sich die Einzelteile vor unserem Auge zu einer eigenständigen digitalen Welt: Computergrafiken, Pixel, Chiffrierungen und perspektivische Fluchten wie in animierten Filmen oder Spielen. Der Einfluss der digitalen Medien auf Schnells Werk ist nicht zu übersehen, (…)“, meint MKM-Direktor Walter Smerling. - museum-kueppersmuehle, Bild: mapmagazine.ruhr

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Innenhafen Duisburg, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg
www.museum-kueppersmuehle.de

Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf

Wirtschaftswerte / Museumswerte

bis 18. Juni 2017

(Düsseldorf)

Seit ihrer Gründung im Jahr 1881 widmet sich die Kunsthalle Düsseldorf gemeinsam mit dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen der aktuellen Kunstproduktion. Bereits im ursprünglichen klassizistischen Bau standen aktuelle Positionen der Moderne im Mittelpunkt. Neben Ausstellungen wichtiger Künstler wie Cézanne, van Gogh, Monet, Renoir, Rodin, Kirchner, Schmidt-Rottluff, Pechstein, Nolde, Kandinsky, Matisse fanden auch die legendären Sonderbund-Ausstellungen 1909 und 1911 in der Kunsthalle statt. 1967 wurde das schwer kriegsbeschädigte Gebäude abgerissen und von den Architekten Beckmann und Brockes als brutalistischer Beton-Kubus am Grabbeplatz neu errichtet. Am 30. April 2017 feiert die Kunsthalle Düsseldorf ihr 50-jähriges Bestehen in diesen Räumen am Grabbeplatz.

Die Kunsthalle am Grabbeplatz verstand sich von Beginn an als Haus für höchst unterschiedliche und auch eigenwillige Formate, die unter der Ägide von Karl Ruhrberg und Jürgen Harten, von Ulrike Groos und Gregor Jansen einen „erweiterten Kunstbegriff“ und interdisziplinäre Ansätze fokussierten. Sowohl als Ort für die lokale Szene als auch für internationale zeitgenössische Projekte verstand sie sich selbst – dies dokumentieren, neben legendären Ausstellungsreihen wie Prospect (1968-1976) und between (1969-1973), Überblicksausstellungen wie Europa 1946-1976, um 1968, von hier aus, Minimal Art und PROSPECTRETROSPECT oder Einzelausstellungen von Henry Moore (1968), Edvard Munch (1969, 1978), Claes Oldenburg (1970), Mark Rothko (1971), Francis Bacon, Ad Reinhardt und Marcel Broodthaers (1972), Bruce Nauman und Christo (1973), Andy Warhol und Yves Klein (1976), Matta-Clark und Pollock (1979), Malewitsch und Rauschenberg (1980), Gilbert & George, Robert Ryman und Edward Hopper (1981), Matisse, Picasso und Picabia (1983), Anselm Kiefer (1984), James Lee Byars (1986), Miró, Judd, Schnabel und Twombly (1987), Artschwager (1989), Marina Abramović und Jenny Holzer (1990), Rodin und Bill Viola (1992), Tatlin (1993), Jeff Wall (1994), Pollock/Siqueiros (1995), Dan Graham (2002), Chris Martin (2011), Yüksel Arslan (2012) bis Cody Choi, SONG Dong (2015) oder Samson Young und Simon Fujiwara (2016/2017). Sowohl die Düsseldorfer Kunstakademie als auch die hiesige Kunstszene waren stets präsent mit Ausstellungen von u.a. Konrad Klapheck, Norbert Kricke, Fritz Schwegler, Gotthard Graubner, Erwin Heerich, Katharina Sieverding, Nam June Paik, Günther Uecker, K.O. Götz, Gerhard Richter, Klaus Rinke, Sigmar Polke, Imi Knoebel, Bernd & Hilla Becher, Klaus Mettig, Andreas Gursky, Reiner Ruthenbeck, Meuser, Danica Daki, Palermo, Katharina Grosse, Hans-Peter Feldmann, KRIWET, Tomma Abts, Tal R, Thomas Ruff und Rita McBride.

Die Vielzahl von mehr als 500 Ausstellungen trug maßgeblich zur Konstituierung der Identität der Kunsthalle als Ausstellungshaus für die aktuellsten zeitgenössischen Positionen bei. Dass derart programmatische und zukunftsweisende Ausstellungen bereits sehr früh stattfanden und bis heute stattfinden, soll im Jubiläumsjahr vor dem Hintergrund des Wertewandels innerhalb dieser Zeitspanne kunsthistorisch reflektiert werden. – kunsthalle düsseldorf

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf
www.kunsthalle-duesseldorf.de

200 Werke aus internationalen Museen und Sammlungen

Cranach. Meister – Marke – Moderne.

bis 30. Juli 2017

(Düsseldorf)

Cranachs Werke zeugen von einem künstlerischen Selbstverständnis und Selbstbewusstsein, das den kreativen Wettstreit mit anderen Künstlern nicht scheut, sondern ihn vielmehr sogar zu suchen scheint. Seine innovativen Bildlösungen sind nur durch eine Einbettung und Kontextualisierung in das Netzwerk des künstlerischen Austauschs im Alten Reich erfassbar. Die Ausstellung verfolgt daher das Ziel, Cranachs Wechselbeziehung mit anderen Künstlern seiner Zeit aufzuzeigen und sein pointenreiches und kreatives Spiel von Rezeption, Aneignung und Überbieten an konkreten Beispielen nachzuzeichnen. Dabei soll etwa der Wettstreit mit anderen prominenten Künstlern im Fokus stehen, darunter Namen wie Albrecht Dürer oder Hans Holbein der Jüngere. Ziel ist es einerseits diesen wechselvollen Beziehungen deutlichere Konturen zu verschaffen, andererseits aber auch die Anknüpfungspunkte seines Œuvres zur italienischen Kunst zu schärfen. Cranach antworte auf die Bildfindungen von Künstlern wie Jacopo de' Barbari oder Lorenzo Costa d. Ä. mit einem eigenen Formenrepertoire und Schönheitsideal, wie etwa an seinen Adam und Eva-Tafeln sichtbar wird. Rund 200 Werke aus internationalen Museen und Sammlungen werden zum Höhepunkt der Lutherdekade 2017 in der Düsseldorfer Ausstellung zusammengeführt. – museum kunstpalast

Museum Kunstpalast
Ehrenhof 4-5, D 40479 Düsseldorf
www.smkp.de

Die Zugezogenen

Elmgreen & Dragset

bis 27. August 2017

(Krefeld)

In ihrer Einzelausstellung Die Zugezogenen nutzen Elmgreen & Dragset Haus Lange so, wie es ursprünglich intendiert war: als Wohnhaus einer Familie. Das Künstlerduo inszeniert den Moment des Einzugs einer fiktiven deutschen Familie, die sich aufgrund des Brexit entschieden hat, aus Großbritannien nach Deutschland zurückzukehren. Elmgreen & Dragset kombinieren ihre eigenen skulpturalen Arbeiten mit vorgefundenen Möbeln und Artefakten, um ein häusliches Setting zu kreieren. Einige Gegenstände sind bereits ausgepackt und installiert, andere noch halb verpackt und in Kartons. Indem der Umzug der Familie als Symbol für ein sich veränderndes Europa präsentiert wird, reflektiert die Ausstellung die Vision modernistischer Architektur im Licht der heutigen Realität. Dabei geht sie auch der Frage nach, wie weit sich diese Ideale von unserer gegenwärtigen globalen, geopolitischen Situation entfernt haben.

Mit ihrer ersten Einzelausstellung im Rheinland setzen Elmgreen & Dragset auf außergewöhnliche Weise die Tradition ortsspezifischen Arbeitens fort, die sich im Haus Lange bereits seit den frühen 1960er Jahren etabliert hat. Michael Elmgreen (*1961 in Kopenhagen, Dänemark) und Ingar Dragset (*1969 in Trondheim, Norwegen) arbeiten seit Mitte der 1990er Jahre als Künstlerduo zusammen. In ihren Skulpturen, Installationen und Performances deuten sie das Alltägliche und Vertraute mit gesellschaftskritischem Witz und subversivem Humor um. Von ihrer Aufsehen erregenden Installation einer Prada Boutique in der texanischen Wüste über die Bespielung des Dänischen und Nordischen Pavillons auf der Biennale Venedig 2009 bis zur Konzeption einer vermeintlichen Kunstmesse in Peking 2015 arbeiten Elmgreen & Dragset an neuen Möglichkeiten, mit der Präsentation und Rezeption von Kunst und öffentlichen Räumen umzugehen. Im Herbst 2017 kuratieren sie die Istanbul Biennale. - kunstmuseenkrefeld, Bild: wdr

Museum Haus Lange
Wilhelmshofallee 91-97, 47800 Krefeld
www.kunstmuseenkrefeld.de

Spannender Parcours II zur Wiedereröffnung

Das Abenteuer unserer Sammlung II

bis 1. Oktober 2017

(Krefeld)

Nach der Wiedereröffnung des Kaiser Wilhelm Museums im Sommer 2016 und dem ersten Auftritt der Sammlung in den neuen Räumen geht das Abenteuer weiter: Was verbindet Wayang Puppen des indonesischen Schattentheaters mit den Besucherfragebogen von Hans Haacke, die im Jahr 1972 ausgefüllt wurden? Sie zeugen zunächst von einer globalen Vielfalt kultureller Vorstellungen und ästhetischer Konzepte. Die Arbeiten erzählen im Kontext der Sammlung aber auch andere Geschichten. Aus Anlass der Niederländisch-Indischen Kunstausstellung 1906 kam das Wayang Puppentheater als Geschenk eines indonesischen Prinzen ans Haus. Stifter, Förderer, Mäzene und Dauerleihgeber prägen seit jeher das Erscheinungsbild von Museumssammlungen. Für die Kunstmuseen Krefeld gilt dies im besonderen Maße, da das Kaiser Wilhelm Museum aus bürgerschaftlichen Engagement 1897 eröffnet werden konnte. Bei den Fragebogen hingegen handelt es sich um Dokumente einer Aktion des systemkritischen Künstlers Hans Haacke, der die Besucher des Museums Haus Lange 1972 nach Fakten und Meinungen über ihr Leben in der bundesdeutschen kapitalistischen Demokratie befragt. Das Museum als Ort der Inspiration, der Auseinandersetzung und als Partner für Künstler bei der Realisierung von Werken - aus diesem Miteinander zwischen Museum und Künstler sind in Krefeld zahlreiche aufregende Projekte entstanden.

In der Präsentation Das Abenteuer unserer Sammlung II werden erstmals diese beiden Wege des Sammelns aufgezeigt: der private Blick auf Kunst und das Museum als Motor für Kunst. Dabei zeigt sich die Vielfalt der Krefelder Sammlung in zahlreichen, aus unterschiedlichen Jahrhunderten stammenden Werken der bildenden Kunst sowie der Angewandten Kunst. Private Sammelkultur und künstlerische Programmatik für sich betrachtet und zugleich Teil des Gesamtbildes einer Sammlung, die im Jahr 2017 ihr 120jähriges Bestehen feiern kann.

Vorläufige Künstlerauswahl: Allora & Calzadilla, Robert Barry, Joseph Beuys, Paul Dressler, Otto Eckmann, Hans Haacke, Annette Kelm, Yves Klein, Franz von Lenbach, Alfred Mohrbutter, Claude Monet, Johan Thorn Prikker, Auguste Rodin, Joe Scanlan, Thomas Schütte, Daniel Spoerri, Hans Thoma, Timm Ullrichs, Bernar Venet, Franz Erhard Walther und andere. -krefeld, Bild: wdr

Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld
Karlsplatz 35, 47798 Krefeld
www.kunstmuseenkrefeld.de

Die Intelligenz der Schöpfung

Wunder der Natur

verlängert bis 30. November 2017

(Oberhausen)

Tiere und Pflanzen haben die Erde zu einem einzigartigen Ort des Lebens gemacht. Die Ausstellung „Wunder der Natur - Die Intelligenz der Schöpfung“ folgt dem Wachsen und Werden auf unserem Planeten und feiert bildgewaltig ihre Intelligenz und Vielfalt. Einzigartige großformatige Fotografien und überwältigende Filmausschnitte zeigen uns die faszinierenden schöpferischen Kräfte des Lebens. Sie erzählen von ungewöhnlichen sinnlichen Fähigkeiten und genialen Strategien im Kampf ums Dasein, von der Vielfalt der sexuellen Rituale, dem Reichtum sozialer Beziehungen und dem Vermögen, mit anderen Arten zusammen zu leben. Die kommende Ausstellung im Gasometer Oberhausen feiert bildgewaltig das Leben der Tiere und Pflanzen – Höhepunkt wird eine 20 Meter große Erdkugel im gigantischen Innenraum des Gasometers.

Gasometer Oberhausen
Arenastraße 11, 46047 Oberhausen
www.gasometer-oberhausen.de



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