kachel

Juli

200 Werke aus internationalen Museen und Sammlungen

Cranach. Meister – Marke – Moderne.

bis 30. Juli 2017

(Düsseldorf)

Cranachs Werke zeugen von einem künstlerischen Selbstverständnis und Selbstbewusstsein, das den kreativen Wettstreit mit anderen Künstlern nicht scheut, sondern ihn vielmehr sogar zu suchen scheint. Seine innovativen Bildlösungen sind nur durch eine Einbettung und Kontextualisierung in das Netzwerk des künstlerischen Austauschs im Alten Reich erfassbar. Die Ausstellung verfolgt daher das Ziel, Cranachs Wechselbeziehung mit anderen Künstlern seiner Zeit aufzuzeigen und sein pointenreiches und kreatives Spiel von Rezeption, Aneignung und Überbieten an konkreten Beispielen nachzuzeichnen. Dabei soll etwa der Wettstreit mit anderen prominenten Künstlern im Fokus stehen, darunter Namen wie Albrecht Dürer oder Hans Holbein der Jüngere. Ziel ist es einerseits diesen wechselvollen Beziehungen deutlichere Konturen zu verschaffen, andererseits aber auch die Anknüpfungspunkte seines Œuvres zur italienischen Kunst zu schärfen. Cranach antworte auf die Bildfindungen von Künstlern wie Jacopo de' Barbari oder Lorenzo Costa d. Ä. mit einem eigenen Formenrepertoire und Schönheitsideal, wie etwa an seinen Adam und Eva-Tafeln sichtbar wird. Rund 200 Werke aus internationalen Museen und Sammlungen werden zum Höhepunkt der Lutherdekade 2017 in der Düsseldorfer Ausstellung zusammengeführt. – museum kunstpalast

Museum Kunstpalast
Ehrenhof 4-5, D 40479 Düsseldorf
www.smkp.de

Die Zugezogenen

Elmgreen & Dragset

bis 27. August 2017

(Krefeld)

In ihrer Einzelausstellung Die Zugezogenen nutzen Elmgreen & Dragset Haus Lange so, wie es ursprünglich intendiert war: als Wohnhaus einer Familie. Das Künstlerduo inszeniert den Moment des Einzugs einer fiktiven deutschen Familie, die sich aufgrund des Brexit entschieden hat, aus Großbritannien nach Deutschland zurückzukehren. Elmgreen & Dragset kombinieren ihre eigenen skulpturalen Arbeiten mit vorgefundenen Möbeln und Artefakten, um ein häusliches Setting zu kreieren. Einige Gegenstände sind bereits ausgepackt und installiert, andere noch halb verpackt und in Kartons. Indem der Umzug der Familie als Symbol für ein sich veränderndes Europa präsentiert wird, reflektiert die Ausstellung die Vision modernistischer Architektur im Licht der heutigen Realität. Dabei geht sie auch der Frage nach, wie weit sich diese Ideale von unserer gegenwärtigen globalen, geopolitischen Situation entfernt haben.

Mit ihrer ersten Einzelausstellung im Rheinland setzen Elmgreen & Dragset auf außergewöhnliche Weise die Tradition ortsspezifischen Arbeitens fort, die sich im Haus Lange bereits seit den frühen 1960er Jahren etabliert hat. Michael Elmgreen (*1961 in Kopenhagen, Dänemark) und Ingar Dragset (*1969 in Trondheim, Norwegen) arbeiten seit Mitte der 1990er Jahre als Künstlerduo zusammen. In ihren Skulpturen, Installationen und Performances deuten sie das Alltägliche und Vertraute mit gesellschaftskritischem Witz und subversivem Humor um. Von ihrer Aufsehen erregenden Installation einer Prada Boutique in der texanischen Wüste über die Bespielung des Dänischen und Nordischen Pavillons auf der Biennale Venedig 2009 bis zur Konzeption einer vermeintlichen Kunstmesse in Peking 2015 arbeiten Elmgreen & Dragset an neuen Möglichkeiten, mit der Präsentation und Rezeption von Kunst und öffentlichen Räumen umzugehen. Im Herbst 2017 kuratieren sie die Istanbul Biennale. - kunstmuseenkrefeld, Bild: wdr

Museum Haus Lange
Wilhelmshofallee 91-97, 47800 Krefeld
www.kunstmuseenkrefeld.de

Spannender Parcours II zur Wiedereröffnung

Das Abenteuer unserer Sammlung II

bis 1. Oktober 2017

(Krefeld)

Nach der Wiedereröffnung des Kaiser Wilhelm Museums im Sommer 2016 und dem ersten Auftritt der Sammlung in den neuen Räumen geht das Abenteuer weiter: Was verbindet Wayang Puppen des indonesischen Schattentheaters mit den Besucherfragebogen von Hans Haacke, die im Jahr 1972 ausgefüllt wurden? Sie zeugen zunächst von einer globalen Vielfalt kultureller Vorstellungen und ästhetischer Konzepte. Die Arbeiten erzählen im Kontext der Sammlung aber auch andere Geschichten. Aus Anlass der Niederländisch-Indischen Kunstausstellung 1906 kam das Wayang Puppentheater als Geschenk eines indonesischen Prinzen ans Haus. Stifter, Förderer, Mäzene und Dauerleihgeber prägen seit jeher das Erscheinungsbild von Museumssammlungen. Für die Kunstmuseen Krefeld gilt dies im besonderen Maße, da das Kaiser Wilhelm Museum aus bürgerschaftlichen Engagement 1897 eröffnet werden konnte. Bei den Fragebogen hingegen handelt es sich um Dokumente einer Aktion des systemkritischen Künstlers Hans Haacke, der die Besucher des Museums Haus Lange 1972 nach Fakten und Meinungen über ihr Leben in der bundesdeutschen kapitalistischen Demokratie befragt. Das Museum als Ort der Inspiration, der Auseinandersetzung und als Partner für Künstler bei der Realisierung von Werken - aus diesem Miteinander zwischen Museum und Künstler sind in Krefeld zahlreiche aufregende Projekte entstanden.

In der Präsentation Das Abenteuer unserer Sammlung II werden erstmals diese beiden Wege des Sammelns aufgezeigt: der private Blick auf Kunst und das Museum als Motor für Kunst. Dabei zeigt sich die Vielfalt der Krefelder Sammlung in zahlreichen, aus unterschiedlichen Jahrhunderten stammenden Werken der bildenden Kunst sowie der Angewandten Kunst. Private Sammelkultur und künstlerische Programmatik für sich betrachtet und zugleich Teil des Gesamtbildes einer Sammlung, die im Jahr 2017 ihr 120jähriges Bestehen feiern kann.

Vorläufige Künstlerauswahl: Allora & Calzadilla, Robert Barry, Joseph Beuys, Paul Dressler, Otto Eckmann, Hans Haacke, Annette Kelm, Yves Klein, Franz von Lenbach, Alfred Mohrbutter, Claude Monet, Johan Thorn Prikker, Auguste Rodin, Joe Scanlan, Thomas Schütte, Daniel Spoerri, Hans Thoma, Timm Ullrichs, Bernar Venet, Franz Erhard Walther und andere. -krefeld, Bild: wdr

Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld
Karlsplatz 35, 47798 Krefeld
www.kunstmuseenkrefeld.de

Die Intelligenz der Schöpfung

Wunder der Natur

verlängert bis 30. November 2017

(Oberhausen)

Tiere und Pflanzen haben die Erde zu einem einzigartigen Ort des Lebens gemacht. Die Ausstellung „Wunder der Natur - Die Intelligenz der Schöpfung“ folgt dem Wachsen und Werden auf unserem Planeten und feiert bildgewaltig ihre Intelligenz und Vielfalt. Einzigartige großformatige Fotografien und überwältigende Filmausschnitte zeigen uns die faszinierenden schöpferischen Kräfte des Lebens. Sie erzählen von ungewöhnlichen sinnlichen Fähigkeiten und genialen Strategien im Kampf ums Dasein, von der Vielfalt der sexuellen Rituale, dem Reichtum sozialer Beziehungen und dem Vermögen, mit anderen Arten zusammen zu leben. Die kommende Ausstellung im Gasometer Oberhausen feiert bildgewaltig das Leben der Tiere und Pflanzen – Höhepunkt wird eine 20 Meter große Erdkugel im gigantischen Innenraum des Gasometers.

Gasometer Oberhausen
Arenastraße 11, 46047 Oberhausen
www.gasometer-oberhausen.de



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