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Fortsetzung 

den darauffolgenden Jahren bis zum Johanni-Tag (24. Juni) gestochen werden. Beim Rhabarber ist spätestens Anfang Juli mit dem Ernten aufzuhören, damit die Pflanzen bis zum nächsten Frühjahr genügend Reservestoffe für die Ernte des nächsten Jahres bilden können

Tomaten und Gurken benötigen Pflege
Tomaten, deren Stängel nicht selbsttragend sind (sogenannte Stabtomaten), werden an Schnüren, Stäben oder Ähnlichem aufgeleitet. Beim wöchentlichen Nachleiten werden auch gleich die jungen Seitentriebe aus den Blattachseln gebrochen. Dieses “Ausgeizen” sollte man durchführen, sobald die Triebe zu fassen sind, spätestens aber, bevor sie 10 cm lang sind. Kranke und vergilbte Blätter werden auch herausgenommen. Zur besseren Belüftung der Pflanzen entfernt man auch die unteren Blätter der Tomatenpflanze, jedoch werden die Fruchttrauben nie freigelegt, da die Früchte nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden sollen.

Die aufgeleiteten Gewächshausgurken werden bei Erreichen der Dachhöhe entspitzt und die Seitentriebe und die Früchte bis zu einer Höhe von etwa 60 cm entfernt. Es werden nur 4 bis 6 Gurken am Haupttrieb belassen. Das Absterben junger Früchte von der Spitze her ist oft ein Zeichen von übermäßigem Fruchtansatz, aber manchmal auch von Kälte, Lichtarmut oder Nährstoffmangel.

Gemüse aussäen und pflanzen
Im Juni werden späte Stangenbohnen, Buschbohnen, Radieschen, Rettich, Wurzelpetersilie, späte Möhren und Radiccio gesät. Ab Mitte Juni bis 10. Juli ist Aussaatzeit für Zuckerhut, geerntet wird er ab Anfang Oktober. Rote Rüben für die Einlagerung werden Mitte Juni ausgesät und Ende Oktober geerntet.
Der Juni ist Pflanzzeit für Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Grünkohl, Kopfsalat, Eissalat, Pflücksalat, Bindesalat, Knollenfenchel, Porree und Stangensellerie.

Gemüseschutznetze
Gemüsefliegen legen gerne ihre Eier an Zwiebeln (Zwiebelfliege), Möhren (Möhrenfliege) oder Kohl (Kohlfliege). Aus den Eiern schlüpfen gefräßige Maden. Einen umweltfreundlichen Schutz gegen die Eiablage bieten Gemüseschutznetze* (auch Schädlingsschutznetze und Insektenschutznetze genannt), die es im Gartenfachhandel zu kaufen gibt. Sie werden dicht schließend über dem Gemüse angebracht und hindern die Fliegen an der Eiablage.

Nützlingseinsatz im Gewächshaus
Wer alljährlich Probleme mit Weißer Fliege an seinen Tomaten im Gewächshaus hat, kann davon ausgehen, dass bereits jetzt die ersten wieder heimlich unterwegs sind und ihre Eier ablegen. Doch die erkennt man nur mit geschultem Auge. Dasselbe gilt für Spinnmilben, auch Rote Spinne genannt, an Gurken. Man sollte seine Pflanzen genau untersuchen und bei den ersten gefundenen Schädlingen oder sogar vorbeugend Nützlinge bestellen. Ein wichtiger Nützling gegen die Weiße Fliege ist die Schlupfwespe Encarsia formosa, der gegen die Spinnmilbe ist die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis. Gutscheine für Nützlinge* beispielsweise der Fa. Neudorff gibt es im Gartenfachhandel. Man kann seine Nützlinge aber auch bei Nützlingsproduzenten direkt bestellen.

Tomatenbefruchtung im Kleingewächshaus
Im Gewächshaus ist die Befruchtung der Tomatenblüten wegen Windstille und fehlender Bienen und Hummeln oft nicht ausreichend. Um die Befruchtung zu verbessern und dadurch große, schöne Früchte zu erhalten, schüttelt man die Pflanzen 2 bis 3 mal wöchentlich, am besten am späten Vormittag, wenn die Luft noch nicht zu trocken, aber auch nicht mehr zu feucht ist. Verschiedene Nützlingsproduzenten bieten auch Hummelvölker an, die dann im Gewächshaus leben und für die Befruchtung sorgen. Das lohnt sich aber nur in größeren Gewächshäusern.

Ziergarten

Aussaat an Ort und Stelle
Ringelblumen, Wicken, Schleierkraut, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse und Schmuckkörbchen können noch an Ort und Stelle ausgesät werden.

Blütezeit verlängern
Die Blütezeit lässt sich bei vielen blühenden Pflanzen im Garten verlängern, wenn verblühte Blüten entfernt werden, sobald sie abgeblüht sind. Das funktioniert sehr gut bei Balkonblumen, aber auch bei Rosen und anderen Ziergehölzen. Auch viele Stauden (mehrjährige, nichtverholzene Gartenpflanzen, die alljährlich aus ihren unterirdischen Pflanzenteilen austreiben) wie beispielsweise Rittersporn kann man mit einem Rückschnitt nach der Blüte zu einem zweiten Durchtrieb mit Blüte anregen.

Aussaat von Zweijahresblumen
Goldlack, Islandmohn, Stiefmütterchen, Bartnelken, Vergissmeinnicht, Stockrosen und Marienglockenblumen werden jetzt ausgesät und vorgezogen.

Quelle: gartenmonat, Bild: shutterstock