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Fortsetzung: 

Auf der anderen Seite des Rheins befindet sich Düsseldorf-Urdenbach. Beide Orte sind im Übrigen durch eine Fährverbindung über den Rhein miteinander verbunden.  Zons am Rhein ist eine der wenigen derart einzigartig erhaltenen mittelalterlichen Städte mit einer sehr gut erhaltenen Befestigungsanlage aus dem 14. Jahrhundert, und wird deswegen häufig das Rothenburg des Rheinlands genannt. Zons bietet für Jung und Alt viele Erlebnismöglichkeiten. Verkehrsgünstig gelegen, erreichen Sie Zons über die A57 (Ausfahrt Dormagen) oder mit der Bahn über den Bahnhof Dormagen. Einzigartig im Rheinland ist die gut erhaltene Befestigungsanlage Zons. Sie bietet alles, was man von einem mittelalterlichen Stadtbild erwartet: Stadtmauern, Schlösschen, Mühle, blumengeschmückte Häuser. Ein malerisches Ortsbild, intakte Stadtmauern, eine Freilichtbühne und die Möglichkeit zu ausgedehnten Spaziergängen über Felder zum Rheinufer mit den charakteristischen Kopfweiden.

Von Macht und Beschaulichkeit

Seinen beschaulichen Charme verdankt Zons wohl ursprünglich einer Laune der Natur: Als der Rhein gegen Ende des 18. Jahrhunderts sein Flussbett verlagerte und der Stadt die Möglichkeit, Flusszölle zu erheben, versagt blieb, fiel sie in einen konservierenden Dornröschen-schlaf. Doch bis zu diesem Zeitpunkt kam Zons als mächtige Zollfeste am Rhein eine große Bedeutung zu.

Zons wird 1593 das erste Mal in einer Urkunde in dieser Schreibweise erwähnt. Die Besiedlung reicht allerdings zurück bis in die mittlere Steinzeit und Römerzeit. Vermutlich war Zons bereits im 7. Jahrhundert im Besitz des Kölner Erzbistums. Im 13. Jahrhundert wurde der Zonser Fronhof zunächst zur Burg ausgebaut, später jedoch durch die im Kampf gegen den Erzbischof siegreichen Kölner wieder komplett abgetragen. Der Aufstieg von Zons begann Ende des 14. Jahrhunderts mit der Erteilung der Stadtrechte, der Verlegung des Rheinzolls von Neuss nach Zons und dem Bau einer trutzigen Befestigungsanlage. Durch mehrere Kriegswirren, Pestseuchen, Feuerkatastrophen und Hochwasser hindurch dauerte die Blütezeit der Stadt – bis zur besagten Aufhebung des Rheinzolls im Jahre 1767. 
Abgesehen von Hochwassern und dem Bau eines mächtigen Deichs im Jahr 1929 blieb es ruhig um die Stadt Zons, die 1975 zu Dormagen eingemeindet wurde, ihren Titel „Stadt Zons“ jedoch seit 1992 wieder führen darf. Noch vor der Stadtmauer ist der Schweinebrunnen die erste kleine Attraktion: Er erinnert an eine von den Zonser Bürgern siegreich ausgetragene Fehde um die Zollrechte. Gleich hinter der Stadtmauer geht es – für Autos gesperrt – geradeaus auf der Schloßstraße vorbei an zahlreichen kleinen Läden und Cafés ins Zentrum. Oder man biegt rechts in die kleine Gasse zur Windmühle, die Anfang des 17. Jahrhunderts auf dem Westturm errichtet wurde und fast drei Jahrhunderte in Betrieb war. Das Mahlwerk ist noch erhalten.         
Am Ende der Schloßstraße liegt rechts das Gebäude des ehemaligen Schlosses, es beherbergt heute das Museum mit einer großen Sammlung von Zinngeräten sowie wechselnden Ausstellungen. Hinter dem Museumsgebäude sind unter anderem einige Überreste mittelalterlicher Gebäude zu besichtigen. Durch einen Durchbruch in der Stadtmauer gelangt man auf die Felder rings um Zons und zum Rhein, der früher direkt unterhalb der Feste sein Bett hatte.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Zons sind der mächtige Juddeturm (benannt nach einer Zonser Familie), einige gut erhaltene Häuser aus dem 14. Jahrhundert und die Pfarrkirche St. Martinus aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Freilichtbühne der Stadt wird ein abwechslungsreiches Programm geboten.           

(Feste-Zons/Wikipedia, Foto: Piepenbring)