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ihre Schminke ist verlaufen, die Goldzähne blitzen. Wenn sie singt, wird sie zur Naturgewalt. In den 1920er Jahren galt die afroamerikanische Musikerin als "Mutter des Blues". Regisseur George C. Wolfe portraitiert Rainey als eigenwillige Diva, gespielt von Viola Davis.

Ma Raineys feindselige Haltung gegenüber weißen Musikproduzenten wird beiläufig erklärt: Sie weiß genau, dass sich Manager und Plattenboss nicht für sie, sondern nur fürs Geld interessieren, das sie mit ihr verdienen. Deshalb schraubt sie während der Aufnahme, wenn Produzenten von ihr abhängig sind, die Gage ihrer Musiker in die Höhe, verlangt Cola und Pausen, um die weißen Herren in ihre Schranken zu weisen.
        

Der 94minütige Film spielt fast ausschließlich im Tonstudio. Der Inszenierung ist anzumerken, dass der Stoff auf einem Theaterstück basiert. Autor August Wilson hatte bereits die Vorlage zum Film "Fences" geliefert, in dem ebenfalls Viola Davis die Hauptrolle spielte und dafür einen Oscar gewann. In "Ma Rainey’s Black Bottom" singt sie zwar bis auf eine kleine Nummer die Songs nicht selbst, gibt die Diva aber so kraftvoll, als wolle sie sich für den nächsten Oscar empfehlen.

        

Der Film wird auch in Erinnerung bleiben, weil der verstorbene Chadwick Boseman ("Black Panther") in seiner letzten Rolle zu sehen ist.  Für seinen Part des rebellischen Jazztrompeters am ist er bereits posthum mit  einem Golden Globe ausgezeichnet worden.

Drama, USA 2020, Länge: 94 min, NETFLIX